Was bedeutet es für den Menschen, zu trauern, wenn digitale Technologien beginnen, in einen der intimsten emotionalen Prozesse einzugreifen?

In einem Beitrag im Fachmagazin Leidfaden (Heft 1/2026) untersucht Prof. Dr. Katrin Döveling, wie sich der Umgang mit Tod und Trauer durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz verändert.

Der Artikel zeigt, dass KI-basierte Systeme neue Formen der Begleitung ermöglichen – etwa durch kontinuierliche Verfügbarkeit, personalisierte Unterstützung und die Möglichkeit, emotionale Prozesse auch außerhalb sozialer Kontexte zu reflektieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass Trauer kein linearer Prozess ist, sondern zwischen Konfrontation und Bewältigung oszilliert – eine Dynamik, die durch digitale Technologien sowohl unterstützt als auch verzerrt werden kann.

Zugleich thematisiert der Beitrag zentrale ethische Spannungsfelder: Fragen nach Empathie, Daten, Abhängigkeit und der Rolle menschlicher Beziehungen im Trauerprozess. KI kann entlasten – aber sie kann den Menschen nicht ersetzen.

Der Beitrag macht deutlich, dass die Integration von KI in Trauerprozesse eine sorgfältige Balance erfordert: zwischen technologischer Innovation und der Bewahrung zutiefst menschlicher Erfahrungen.

Der vollständige Beitrag ist hier abrufbar