Instagram und Körperbild

„Körperbilder – Körperpraktiken. Visuelle Repräsentationen, Regulationen und Aneignungen vergeschlechtlichter Körper und Identitäten in Medienkulturen“, Tagung der DGPuK-Fachgruppen Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht und Visuelle Kommunikation vom 28. bis 30. September 2016 an der Universität Hamburg

Katrin Döveling, Carolin Krämer (2016). Instagram und Körperbild. Eine aktuelle Onlinebefragung zur Nutzung und Wirkung von Sport- und Fitnessinhalten auf Instagram.

Download: ABSTRACT Doeveling/Kraemer

Der Call for Papers hebt es hervor: „Die Optimierung von Körpern ist zu einer der zentralen Anforderungen an das neoliberale Subjekt geworden.“ Geht es um die Frage, welche Bilder Individuen von sich selbst entwerfen, welche Identitätsprojekte sie verhan­deln und welche Wünsche und Vorstellungen sie von sich konzeptualisieren, dann stellen Medien entscheidende Identitätskonzepte zur Verfügung (vgl. Wegener 2010: 61). Dabei wächst vor allem die Tragweite von Online-Medien für die Identitätsbildung durch, die für postmoderne Lebens­welten typische Hybridisierung medialer und sozialer Kommunikation (vgl. Mikos et al. 2007: 10). Hinzu kommt, dass seit den 1960er Jahren zunehmend schlankere Frauen in den Medien dargestellt werden. Bei vielen Frauen lösen diese Bilder vom idealen Körper durch die normative Diskrepanz zwischen Selbst- und medialem Idealbild Unzufrieden­heit mit dem eigenen Körper aus (vgl. Pöhlmann et al. 2008: 4). So hebt Holmstrom (2004) hervor, dass soziale Vergleiche potenziell negative Effekte hervor­rufen und für van den Berg et al. (2002) sind so­ziale Vergleiche wirkungsvolle Prädiktoren von Körperunzufriedenheit. In den sozialen Medien ist zudem eine Fülle von fitness­bezogenen Inhalten für Jugendliche verfügbar. Vor allem Instagram zählt zu den am stärksten wachsenden sozialen Netzwerken. An dieser Stelle knüpft die Un­tersuchung an. Forschungsleitend war die Frage:

Welche Wirkung hat die Nutzung von Fitnessinhalten auf Instagram auf das Körperbild der NutzerInnen?

Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Lebenswelt Jugendlicher diskutiert.